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Autor Nachricht
SB
02.08.2021
12:43 Uhr
     
Danke TG, eine sehr gute Predigt, gefällt mir.
Allen eine gute Sommerzeit, vielleicht sogar am Meer.
 
tg
01.08.2021
11:30 Uhr
     
Evangelische Kirche im NDR – www.ndr.de/kirche
Liebe Gemeinde in nah und fern,
Jesus redet mit klaren Worten: Wenn du dein Lebenshaus auf einen Felsen baust, wird
es die Wolkenbrüche und Stürme des Lebens überstehen. Wenn du dein Leben aber auf
Sand baust, werden die Stürme des Lebens dir den Boden unter den Füßen wegspülen
und dein Lebenshaus bricht in sich zusammen.
Ich stehe am Meer, meine Füße im Sand, der Wind treibt die Wellen aufs Ufer zu. Die
Sandburg - nachmittags mit viel Liebe an der Wasserlinie erbaut – wird kleiner. Jede
Welle durchfeuchtet den Sand. Es dauert nicht lange, da ist die Sandburg ein kleiner
Sandhügel geworden. Am nächsten Morgen ist sogar der verschwunden, eingeebnet von
den anbrandenden Wellen.
Ich laufe unterhalb der Steilküste am Meer entlang. Der letzte Sturm hat das Steilufer an
einigen Stellen ins Rutschen gebracht. Ein Abbruch aus Sand und Geröll reicht bis zum
Meer. Der Weg auf dem Steilufer ist mit abgebrochen. Hätte hier ein Haus gestanden, es
wäre abgerutscht.
Jesus redet in drastischen Bildern, um deutlich zu machen, worum es ihm geht: Um eine
sichere Basis im Leben, um Seelenkräfte und innere Stärke.
Woraus besteht der Fels, auf den ich mein Lebenshaus baue? Worauf baue ich? Worauf
vertraue ich? Worauf stehe ich? Was hält? Auch in den Krisen und Stürmen des Lebens.
Ich sitze am Meer und denke über mein Leben nach. Ich sehe die Wolken und den
Horizont. Höre den Ausflugsdampfer tuten und die Wellen glucksen. Sehe Miesmuscheln
und rieche Tang. Lasse Sand durch meine Hand rieseln und frage mich, was mich das
Meer über meinen Lebensgrund lehrt.
Vier Gedanken von den vielen, die das Meer inspiriert.
Der Erste: Das Meer lehrt zu staunen.
Wenn Kinder die Welt entdecken, staunen sie. Manchmal bleibt ihr Mund dabei
offenstehen, so fasziniert und überrascht sind sie von ihren Entdeckungen. Das kann ein
Wurm sein, der sich ringelt oder ein Zauberer, der weiße in rote Tücher verwandelt, das
kann ein schimmernder Stein oder eine Wolke sein, die aussieht wie ein Elefant.
Erwachsene staunen eher selten. Denn sie haben schon vieles gesehen. Im Alltagstrott
kommt vieles selbstverständlich und vertraut um die Ecke, nicht wert, besonders beachtet
Radiogottesdienst am 1. August 2021
St. Petri Kirche in Niendorf
Predigt von Strandpastorin Katharina Gralla und
Pastor Johannes Höpfner
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Evangelische Kirche im NDR – www.ndr.de/kirche
und gewürdigt so werden. Die Sinne erschlaffen und erwarten keine Wunder. So schleicht
sich Dumpfheit ins Leben, die manchmal mürrisch und schlecht gelaunt macht.
Dann ist es Zeit, ans Meer zu fahren, weil das Meer die Sinne weckt. Der Sand zwischen
den Zehen, der salzige Geschmack der Luft, der Wind in den Ohren, die Sonne auf der
Haut, vor Augen die ständig wechselnden Farben und Formen des Wassers und des
Himmels und der Wolken. Wenn es dann noch Abend wird, die Sonne im Meer versinkt
und die Farben am Himmel explodieren, öffnen sich auch bei vielen Erwachsenen
staunend die Münder über so viel unfassbare Schönheit.
Sie beginnen, wieder zu staunen. Über die Sonne, die jeden Morgen auf und am Abend
wieder untergeht. Über die Vielfalt der Muscheln. Über die Flugkünste der Möwen. Über
die Wolken, die über den Himmel fegen. Über den Regen, den man aus der Ferne sieht,
während man selbst noch in der Sonne sitzt. Über den Sternenhimmel.
Sehen und spüren, was sonst als selbstverständlich vorbeirauscht. So beginnt das
Staunen. Und das Fragen. Woher das alles kommt und wieso ich das hier erleben darf.
Diese Weite und Unendlichkeit.
Die Schwester des Staunens ist die Dankbarkeit. Für die Schönheit, für das Leben, für
die Zeit, die ich auf dieser Welt verbringen darf. Das sind die kostbaren Momente, die
einen lehren können, wie wunderbar Gott diese Welt geschaffen hat und dass es
ungefähr eine Million Gründe gibt, dankbar zu sein. Der Quelle allen Lebens: Gott. Wenn
die Seele überquillt, entstehen manchmal Loblieder. Wie z.B. das Lied du meine Seele
singe. […]
Der zweite Gedanke: Das Meer lehrt, sich zu erholen.
Die Bibel beginnt mit der Geschichte von der Schöpfung der Welt. In nur sechs Tagen
schafft Gott Himmel, Erde, Luft und Meer, Tiere, Pflanzen, Kontinente, Sonne, Mond und
Sterne, den Menschen.
Aber am siebten Tag hat Gott sein Werk vollendet und ruht. Er erholt sich. Obwohl es
dieses Wort in der Bibel so nicht gibt. Aber die Idee, dass es eine neue, andere Zeit geben
muss, nachdem wir tätig gewesen sind, wir uns angestrengt haben, , die ist sehr biblisch.
Weil der Mensch eben keine Maschine ist, die ohne Pausen immer weiter funktionieren
kann. Menschen müssen sich erholen.
Aber was ist erholsam? Das altdeutsche Wort irhalon, von dem das Wort erholen kommt,
sagt: Da ist ein Mangel und der muss behoben werden. Etwas ist verloren gegangen und
muss zurückgeholt werden. Etwas ist zerrissen und muss wieder zusammenfinden.
Das Meer schwappt vor sich hin. Im Strandkorb döst es sich friedlich. Beim Spaziergang
am Wasser lässt es sich gut plaudern. Mit den Kindern kann man Pommes essen und
Boccia spielen, Drachen fliegen lassen und plantschen. Das, was der Alltag zerrissen
hat, findet wieder zusammen, die Gedanken ordnen sich, die Gefühle sortieren sich.
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Evangelische Kirche im NDR – www.ndr.de/kirche
Miteinander reden, spielen, träumen, vor sich hinschauen, lesen, nachdenken, beten, all
das hat Raum und Zeit am Meer.
Solche Zeiten der Erholung sind lebenswichtig, damit Menschen heil bleiben. Es sind die
Zeiten, in denen wir regelmäßig zurückholen, was uns fehlt und was wir im
Pflichtenkarussell des Alltags versäumen. Natürlich kann man sich überall erholen. Im
Garten, auf dem Balkon, im Park, im Wald, auf dem Sofa.
Aber das Meer ist ein Ort, der offenbar besonders gut hilft, sich zu erholen und sich selbst,
anderen und Gott wieder näher zu kommen. Weil das Meer weit ist, weil es so anders ist
als unser Zuhause, weil es so unergründlich und geheimnisvoll ist wie unsere Seele, weil
der Mix aus Wellen und Wolken, Sonne und Regen beruhigend und gleichzeitig anregend
wirkt. Und weil das Meer dazu einlädt, einfach faul zu sein. Die Arbeit und alle anderen
Wichtigkeiten des Lebens können auch mal warten. Faulsein ist wunderschön. So hat
das jedenfalls Pippi Langstrumpf festgestellt. Ganz im Sinne Gottes, der nach getaner
Arbeit Pause macht und sich erholt, bevor es weitergeht.
Der dritte Gedanke: Das Meer lehrt uns, zu widerstehen.
Selten im Sommer, eher im Herbst und im Winter fegt der Wind übers Meer und treibt
Wellen vor sich her. Nähern sie sich der Küste, brechen sie. Das kann ein großes
Spektakel sein. Es kracht und schäumt und spritzt. Faszinierend anzuschauen – aus
sicherer Entfernung. Gewaltig können die Energien sein, die sich in der Brandung
entladen. Deshalb bauen Menschen Wellenbrecher, Molen, Buhnen, Steinwälle,
Betonmauern, die die Wellen brechen, bevor sie ungebremst auf Küsten oder Häfen
prallen. Auch die Dünen gehören zum lebenswichtigen Küstenschutz, ohne den das
Leben am Meer ständig gefährdet wäre. Es braucht den Widerstand gegen Kräfte, die
zerstören.
Solche Kräfte gibt es nicht nur am Meer. Es gibt Kräfte, die unglaublich zerstörerisch
wirken. Manche kommen aus einem selbst heraus. Sie heißen zum Beispiel Eifersucht
und Wut und Angst. Manche kommen von außen auf einen zu. Sie heißen zum Beispiel
Hass, Gewalt und Verleumdung.
Das Meer lehrt, dass es Widerstand gegen die bösen Kräfte braucht. Dass man das Land
nicht schutzlos ausliefern darf. Paulus schreibt: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden,
sondern überwinde das Böse mit Gutem“. Er meint damit die inneren Wellenbrecher, die
es braucht, um den Kräften der Zerstörung etwas entgegenzusetzen.
Es sind keine Betonmauern und Steinhaufen wie am Meer. Es sind die lebensfördernden
Kräfte ins uns, die widerstehen müssen: Unser Sinn für Gerechtigkeit, unsere Liebe zu
den Nächsten, unsere Zivilcourage. Daran zerbricht das Böse. Wälle der mutigen Liebe
gegen die Wut. Molen aus Vertrauen in die Kraft der Gerechtigkeit. Buhnen aus Hoffnung
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gegen die Verzweiflung. Ist das naiv? Nein, klug und bewährt. Wie die Wellenbrecher an
der Küste.
Der vierte Gedanke: Das Meer lehrt uns, frei zu sein.
Aber was heißt das eigentlich, frei zu sein? Wovon will ich frei sein? Und wozu? Ist es
gut, grenzenlos frei zu sein? Braucht nicht jede Freiheit Grenzen und Regeln? Was macht
frei und was unfrei?
Das Meer ist offen. Der Horizont ist weit. Der Himmel unendlich. Der Atem wird freier. Der
Blick offener. Das Meer verspricht einen Freiraum vom Müssen und Sollen. Einen
Abstand von Menschen, die über mein Leben bestimmen. Eine Befreiung vom
Alltagseinerlei. Das Meer macht frei für neue Erfahrungen. Es schafft Raum für die Liebe.
Es macht frei für weite Gedanken, die bis zum Horizont und darüber hinaus gehen. Es
macht frei, sich selbst anders zu denken, das eigene Leben mit neuen Augen zu sehen,
Pläne zu schmieden.
Freilich sind das alles Freiheiten, die voraussetzen, dass es eine Rechtsordnung gibt, die
alle Grundbedürfnisse nach Nahrung und sauberem Wasser, Obdach und medizinischer
Versorgung erfüllt und die Einhaltung der Menschenrechte sicherstellt.
Das Meer ist unendlich groß. Das macht die Gedanken weit. Es macht mir bewusst, dass
ich nur relativ bedeutsam bin. Möglicherweise sind nicht ich und meine kreisenden
Gedanken, der Mittelpunkt des Universums, sondern, ein ganz Anderer. Dann nähere ich
mich – mit Blick auf das Meer - der größten Freiheit an, die ein Mensch erringen kann.
Das ist die Freiheit von sich selbst.
Menschen werden frei, wenn sie nicht mehr um mich selbst kreisen. Sie sind frei, wenn
sie von sich selbst absehen können, wenn sie ihr Ich loslassen können. Das ist nicht
einfach. Denn das größte Gefängnis ist nun mal das eigene Ego. Mit der ganzen
Lebensgeschichte, mit allen Verletzungen, Kränkungen, mit allen unerfüllten Hoffnungen
und Sehnsüchten, mit allen dunklen Seiten. Die größte Freiheit ist, mich in der großen
Weite auf etwas zu bauen, das größer ist als ich selbst und mich darauf bedingungslos
zu verlassen. Das ist der Fels.
Im Evangelium steht, welcher Fels vertrauenswürdig ist. Es ist der Fels, auf dem mein
Lebenshaus sicher steht. Dieser Fels ist Jesus Christus. Wer auf seine Worte und seine
Taten setzt, wird frei sein. Wirklich frei. Nicht nur für einen Tag oder ein paar Tage am
Meer. Sondern wirklich zur Freiheit befreit. Das heißt, wie Dietrich Bonhoeffer das gesagt
hat:
Nicht das Beliebige, sondern das Rechte tun und wagen, / nicht im Möglichen schweben,
sondern das Wirkliche tapfer ergreifen, / nicht in der Flucht der Gedanken, sondern allein
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Evangelische Kirche im NDR – www.ndr.de/kirche
in der Tat ist die Freiheit. Es ist die Freiheit, aus ängstlichem Zögern herauszutreten in
den Sturm des Geschehens, / nur von Gottes Gebot und deinem Glauben getragen.
(Nach Dietrich Bonhoeffer, Stationen auf dem Weg zur Freiheit, 1944)
Was da herauskommt, ist ein Leben in Liebe zu Gott und den Menschen, ein Leben im
Vertrauen auf die Kraft, die Welt zu einer Besseren zu machen im Hier und Jetzt, ein
Leben in der Hoffnung, dass ich im weiten Raum von Gott getragen bin und mich deshalb
nicht vor den Stürmen des Lebens fürchten muss.
Vielleicht ist es deshalb so verlockend, ab und zu ans Meer zu fahren, weil es die Kraft
hat, mich zu erinnern, auf was ich im Leben bauen kann:
Auf eine Haltung der Dankbarkeit über all das, was mir im Leben geschenkt wird.
Auf eine gute Mischung aus Arbeit und Erholungs-Pausen, die mir selbst, anderen und
Gott Zeit und Raum lassen.
Auf einer mutigen Widerständigkeit gegen die bösen Kräfte.
Auf dem Bewusstsein, dass die Freiheit, die Christus mir schenkt, mich von mir selbst
befreit.
Ein Leben, das auf solchem Fundament gründet, ist vielleicht so gelassen, fröhlich und
frei, wie das Georg Neumark in seinem Lied beschreibt. Wer nur den lieben Gott lässt
walten. Wir singen vom Lied im Gesangbuch 369 die Strophen 1, 5 und 7.
Und der Friede Gottes, welcher ist höher als alle Vernunft bewahre unsere Herzen und
Sinne in Christus Jesus. Amen.
 
Menke
31.07.2021
19:54 Uhr
     
Ich finde Taufe gut!

Taufe im Becken, Taufe im Fluss, Taufe als Kind oder als Erwachsener, Taufe auch als Massen Tourismus.
Hauptsache den Glauben an die Taufe bewahren wollen, sollten wir als Christen im Sinne von Johannes dem Täufer tun.
In St. Severin war für mich der Sonntägliche Gottesdienst immer wichtig, mit einer guten Predigt für die kommende Woche.
Als in den späteren Jahren, die Taufe am Ende des sonntäglichen Gottesdienstes mit einbezogen wurde, fehlte mir die gewohnte ausführliche Predigt und Liturgie, mit anderen Worten, der Pastor musste Abstriche machen.
Die Vorderen Bänke wie in allen Taufgottgottesdiensten üblich, musste für die Festgemeinde freigehalten werden.
Natürlich, spült Taufen von auswärts auch zusätzlich Geld in den Spendensäckel.
Meine Persönliche Meinung zur Taufe, man sollte erst mal daran denken, die Taufe in der eigenen Heimatgemeinde stattfinden zulassen, was bei beiderseitigen Willen in der Regel auch möglich wäre.
 
tg
29.07.2021
19:03 Uhr
     
Volles Verständnis für Taufe, Trauung auch auswärts. In 29 Jahren an St- Severin, Keitum hab ich viele Kinder von weither
taufen und Paare trauen dürfen. Kirche ist mehr als Ortsgemeine. Ich habe aber immer mit den Menschen reden können, vorher und wir haben immer einen Termin gefunden, der der ganzen Familie passte. Nur das Wort "Ritualagentur" hat mich erschreckt.
 
TK
29.07.2021
10:29 Uhr
     
Ortsgemeinde hin oder her, leider ist diese oft sehr unflexibel und berücksichtigt nicht die Familie von heute, wie ich leider selbst mehrfach erfahren durfte. Familie bedeutet heute oftmals, dass man über ganz Deutschland verteilt ist und wer wert auf seine Familie legt, dem ist es auch wichtig, gemeinsam eine Feier wie die Taufe zu feiern.

Da ist es schwer genug überhaupt einen gemeinsamen Termin zu finden, wenn die Gemeinde einen dann gar nicht entgegen kommt und auf feste Sonntagstauftermine - meist sogar noch als quasi Massentaufe mit mehreren Kindern - besteht, dann wird man quasi gezwungen einen auf Tauftourismus zu machen und sich einen anderen Taufort für die Kinder zu suchen.

Bei der Entscheidung Familie oder Gemeinde, geht bei mir die Familie vor. Entsprechend ist auch nur eins meiner Kinder in der Ortsgemeinde getauft wurden, die anderen außerhalb.

Somit kann ich mir gut vorstellen, dass eine Ritualagentur, die sich um alles kümmert, an der ein oder anderen Stelle eine gute Wahl ist, zumindest dann, wenn einem die Ortsgemeinde quasi keine Wahl lässt. Das Vertrauen ist an dieser Stelle leider verspielt.
 
tg
28.07.2021
16:47 Uhr
     
Eine "Ritualagentur" will Kirche aufmachen für Taufe und Trauung. Ist Kirche schon so weit aus der Öffentlichkeit verschwunden? Weiß man mehrheitlich nicht mehr, wo die nächste Kirchengemeinde mit Pastor/ Pastorin zu finden ist? Sodass man ein Fest bestellt, wie einen Gegenstand bei Amazon? Und dann einen Tauf-oder Hochzeitsplaner/ planerin zugelost bekommt? Taufe ist doch Einbettung in Kirche, fassbar in der Gemeinde vor Ort. Die Eheschließung braucht einen Standesbeamten, einen Beamtin, die das Recht verwaltet ohne eine persönliche Beziehung. Aber Die Trauung braucht doch einen Menschen, den man kennt oder kennenlernt, dem man Kenntnis gibt von Peron zu Person- Und der/die dann im Namen Gottes das "Anvertraut und zugemutet, bis dass der Tod Euch scheidet" zusprechen darf.
Nur Mut, wieder die Ortsgemeinde aufzusuchen und Vertrauen gegen Vertrauen zu setzen.
 
Menke
26.07.2021
09:21 Uhr
     
Hoffnungsvoll!

Was wäre es doch schön, wenn wir mit dem unabänderlichen Leben könnten und als Zukunft zulassen würden.
Kann ja trotz Ängste, im Nachhinein für jeden einzelnen auch gute Seiten in der späteren Erkenntnis abgewinnen.
Nicht auf das Vergangene, wenn auch nicht immer zufriedene schöne wieder herbeiwinken zu wollen, auch nicht in der Sehnsucht vermischt von Verdrängungen und Träumen gepaart.
Wir schieben solche Gedanken jetzt noch von uns weg und doch gibt es kein zurück mehr.
 
tg
22.07.2021
15:17 Uhr
     
Dank.Ein großer Wurf. Glückliche Familie!  
TK
22.07.2021
09:27 Uhr
     
Urlaub

Man packt die Koffer und den Wagen,
dem Alltag "Lebe wohl!" zu sagen,
scheut keine Kosten, keine Mühen,
sich Streß und Hetze zu entziehen.

Man wünscht sich Ruhe und Erholung,
den Urlaub sieht man als Belohnung
für ein Jahr Schaffen und sich Quälen.
Doch lassen sich die Tage zählen,
an denen man beschwingt und heiter,
der alte Trott geht bald schon weiter!

Da wäre es doch angebracht,
daß auch der Alltag Freude macht.
Da wäre es doch wirklich schön,
man könnt den Sinn von allem sehn.

Wie wär´s, wenn wir an allen Tagen
den nach dem Ziel des Lebens fragen,
der Tag und Stunden ausgedacht.
den, der die Welt und uns gemacht?

Er muß doch wissen, was er wollte.
Er kann wohl sagen, was das sollte:
Geboren werden, um zu sterben?
Arbeiten und besitzen für die Erben?

Leben, grad nur um zu leben?
Über andre sich erheben?
Das beste aus dem Leben machen,
erst füllt man sich den eignen Rachen?
Oder IHM die Ehre geben,
seinen Blick zu IHM erheben?
Als Geschöpf den Schöpfer ehren,
IHM die Herrschaft nicht verwehren?

Dunkle Tage würden hell,
helle Tage würden schnell
wieder uns zum Danken bringen,
und wir könnten fröhlich singen,
diesem Gott, der unsre Welt
immer noch am Leben hält.

Ob nun Urlaub oder nicht,
ob quälende Fragen oder freie Sicht,
ob alles normal und ganz alltäglich,
ob froh wie ein Kind, ob kaum erträglich:

Gott hat versprochen, er ist hier,
bei jedem von uns, bei Dir und mir.
Daß wir nicht übersehen den, der uns liebt!
Daß wir IHN lieben, der uns alles gibt!


(Familiengedicht, Autor: Joachim Krebs, 2006)
 
Dorothee
18.07.2021
11:04 Uhr
     
Kurz zum Wind zurück: Insulaner mögen den O-Wind nicht, weil er vom Festland kommt, somit nicht die Frische des Meerwindes aus Nord-West hat. Sie nennen O-Wind je nach Zustand Scheidungs- o. Migränewind.

Zur furchtbaren Flutkatastrophe: Wir hier im Augustinum Aumühle sperren gerade alle Gästezimmer und andere Wohnmöglichkeiten, damit wir Bewohner aus dem komplett evakuierten Augustinum in Bad Neuenahr aufnehmen können. Ein Teil unserer Pflege und der Bewohnerservice ist dort, um zu helfen. Es müssen 340 Bewohner versorgt und untergebracht werden. Dies ist nur ein relativ kleines Beispiel, denn wenn man die Bilder aus den überfluteten Gebieten sieht , kann man nur wie Malu Dreyer sagen: Man kann nur weinen. Aber Gott sei Dank ist die Hilfsbereitschaft riesig.
Beten wir für alle Betroffenen.
 
Menke
15.07.2021
21:00 Uhr
     
Klimakatastrophe!


In den 80 Jahren, habe ich auf Sylt einmal wie jedes Jahr Urlaub gemacht, kein Wind, viel zu warm, so war das für mich kein Urlaub.
Die Menschen leben von de Natur, nicht die Natur von uns Menschen.
Der Weg wäre nicht, der Flaschensammler lebt bewusster und damit weniger konsumorientiert, sondern all die, die durch ihren nicht gebrauchten Konsum krank geworden sind und werden.
 
TG
15.07.2021
15:07 Uhr
     
SO EIN JAMMER -Die Wetterkatastrophe rückt uns nah. Welche rigorosen Schritte sind jetzt nötig und möglich?  
Windfinder
14.07.2021
16:51 Uhr
     
Ach was. Die Windrichtung ist mit NNO angegeben, die Temperatur um 20°C. Morgen soll der Wind auf NNW drehen. Die Luftfeuchtigkeit ist relativ hoch, das ist das Problem.  
tg
14.07.2021
12:42 Uhr
     
Neuer Tag und neues Glück! Aber auch auf Sylt zu heiß , wellenloses Meer, Ostwind- der Sylter fast krank macht.  
Julius
09.07.2021
02:27 Uhr
     
Ich teile hier ein Gedicht, das ich 2010 nach meinem Abitur, in einem melancholischen Moment, aber doch auch humoristisch, verfasst habe.

Das Weltall ist ein Strudel
in einem großen Klo.
Dran steht der kleine Herrgott
und spült, das macht ihn froh!
Es wirbeln Mond und Sonnen,
solange er es will,
nimmt er vom Knopf den Finger
steht alles wieder still.
 
tg
05.07.2021
20:45 Uhr
     
Habe heute eine Trauerfeier miterlebt. Ein Mensch ist kurzerhand gestorben, der vielen Menschen auf je eigen Art hilfreich und wichtig war. Der Pastor hat liebevoll von ihr berichtet und Zuversicht gegeben. Schon gut, wenn man den letzten Weg begleitet und ihm Gutes nachruft.  
Menke
29.06.2021
22:07 Uhr
     
Auf der Suche nach Heimat!

Suchen und wiederkehren im Alter, kann auch nicht ein versuchtes ankommen in einem Seniorenstift sein.
Gut versorgt, ja das stimmt wahrhaftig, wenn ich dann von außen Bestätigung als zweifelnde bekomme.
Aber Heimat ist was tieferes, vielleicht der Grund warum wir leben.
Damit für mich, wie mein Leben einmalig.
Ein Körper eine Seele, kann auch in beidem keine Heimat sein, wenn ich taumelnd aus dem gebraucht von anderen entlassen werde.
 
tg
28.06.2021
12:35 Uhr
     
Das war ein Liebesbrief an Sylt von Karin. Und Dank an Julius für die Korrektur und Dank den Augustinern, die uns Mut machen beim Altwerden  
tg
28.06.2021
12:28 Uhr
     
VON DER SEELENHEIMAT ZUR LEBENSHEIMATNun geht der Monat auf meiner Insel dem Ende entgegen. Noch einmal sitze ich in der Frühe auf der Terrasse direkt am Wattenmeer, höre den Vögeln zu, lausche der Stille und fühle ein unbeschreibliches Gefühl des Geborgenseins. Noch einmal waren wir am Strand, gingen auf den gekennzeichneten Wegen durch dieDünen, bestaunten immer wieder die winzigen Blümchen, die Heckenrosen und das Heidekraut. Mit welcher Lebensenergie bahnen sie sich ihren Weg durch den leichten Sand zur Sonne, widerstehen den Stürmen, trotzen der Trockenheit und dem Regen schon immer, seit es diese Insel im Meer gibt! Noch einmal aßen wir leckeren „fangfrischen“ Fisch. Noch einmal nahm ich mein Syl-ter Tagebuch, schrieb hinein, was war und was vielleicht kommen könnte. Noch einmal waren wir am Grab unserer Liebsten, die hier neben der Seemannskirche St.Severin ihre letzte Ruhe fanden. Meine Großmutter, mein Vater und unsere Ama und ein Gedenkstein für meine späte Liebe. Sie sind nicht hier, ihre Seelen und ihre Liebe sind bei uns, aber es ist gut, diesen Gedenk-Ort zu haben. Noch ein letztes Mal blicke ich um Mitternacht auf das Wattenmeer, betrachte am nördlichen Horizont den schmalen Streif rötlichen Lichts, bevor sich für vier oder fünf Stunden Dunkelheit über die Insel legt. Und dann kommt ein neuer Morgen, neues Le-ben! Leuchtenden Tage voller Licht, das nicht enden will. Noch ein Mal füllen wir unse-re Herzen und Sinne mit dem Zauber der nördlichen Mittsommerzeit, um nichts zu ver-lieren, keine Minute des Lebens unter dieser Sonne, unter diesem Himmel. Weiße Wol-ken ziehen vorbei, wie Engelsbilder zum Schutz von Mensch und Natur. Morgen schon werden wir auf dem Autozug davon fahren und nach einem Monat Insel-leben zurück finden müssen in das so ganz andere, schnellere und lautere Leben auf dem Festland. Zum Schluss wird jede Sekunde unendlich wertvoll. Wir spüren, wie unersetzbar genaudieser Augenblick ist, in dem wir einatmen und ausatmen dürfen. Es gibt nichts, was das Glück ersetzen könnte, sehnsuchtslos ganz und gar dem Augenblick hingegeben, sich von ewiger Liebe getragen zu wissen. Himmel Erde Luft und Meer- Zeugen unvorstellbarer Schöpferkraft! Und jetzt? Hat sich etwas für uns verändert hier am Saum des Meeres? Vielleicht reicht es ja, mit so viel Sonne im Gedächtnis loslassen zu können und den Wind unter den Flügeln mit zu nehmen. Die Melancholie des Abschieds zu verwandeln in Lebenslust und Aufbruchstimmung. Wir fahren nicht für immer, wir kommen wieder.Und wir fahren nicht in die Fremde. Wir tauschen nur die eine Heimat mit der anderen.Was für ein Glück! HEIMAT, das ist nicht nur ein Ort, Heimat kann viele Gesichter haben. Meine SEELENHEIMAT ist hier im Norden und meine LEBENSHEIMAT dort, wo liebe Freunde mich erwarten, wo ich eingebunden bin in das schöne schwere Dasein des Sorgens und Fürsorgens, der kleinen, großen Freuden und Mühen des Alltags. Wo blei-bende Bindungen entstanden und Spuren hinterließen, wo ich Liebe erfuhr und meine Tochter geboren und erwachsen wurde. Heimat ist auch mein bayerisches Zuhause, mein Garten, meine Lebensmenschen und meine Grünwalder Thomaskirche. Aber bevor wir dorthin zurückkehren, stehen noch ein paar Tage in Hamburg bevor. In der Heimat meiner Kindheit, die noch immer mein Herz höher schlagen lässt. Ja - Heimat hat wirklich viele Farben!  
die Augustiner
28.06.2021
10:33 Uhr
     
Die Idee entstand während der Beschränkungen in der Corona-Zeit , jetzt kam sie zur Durchführung: Man hat uns in unserem Seniorenstift einen eigenen TV-Kanal eingerichtet, durch den wir unsere Gottesdienste, die im Haus stattfinden, im App. verfolgen können. Das ist besonders für Kranke und Pflegebedürftige eine große Freude. Erweitert wird das Programm noch durch Übertragungen von Veranstaltungen und Festen im Haus.
Eine feine Sache!
Ihnen allen hier eine schöne Sommerzeit und dir , Traugott, nochmals vielen Dank für deine unterhaltsame Gesellschaft in Keitum.
 
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